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Fotos Oktober 2007
   
  Lesezeichen: Bodenschätzung, Börde-Maler August Bratfisch, Bördeplatt, Bundesstraße 1, Einwohnerzahl, Eisenbahn, Freiwillige Feuerwehr, Gartenverein, Gasthöfe, Gersdorfer Kessel, Hermsdorf - ein Gedicht, Hermsdorf heute, Hermsdorfer Geschichte, Hermsdorfer Persönlichkeiten, Hermsdorfer Wappen, Hohe Börde, Kirche St. Laurentius, Landkreis Börde, LPG, Magdeburger Börde, Niedere Börde, Palm Kleinau, Schlachtefest in der Börde, Sportverein, Statistische Daten, (Preußischer optischer) Telegraf, Unser Dorf, Übersichtskarte, Wappen des Landkreises Börde  
   
  Heute ist Hermsdorf, in der Magdeburger Börde ca. 10 km nordwestlich von Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg gelegen, ein zur Einheitsgemeinde Hohe Börde gehörendes Dorf im Landkreis Börde.  
   
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  Das in gelb(gold)/grün gehaltene Wappen (das Wappen ganz oben links entstammt meiner Phantasie, das eigentliche Hermsdorfer Wappen dort darzustellen wurde mir von der Einheitsgemeinde Hohe Börde nicht gestattet) zeigt eine grüne Linde auf einem grünen, mit einem aus dem unteren Schildrand wachsenden goldenen Speichenrad belegten Dreiberg. Wahrscheinlich die Dorflinde mit dem Hinweis auf die zur Umgebung erhöhte Lage des Ortes. Dem Speichenrad werden in der Wappenkunde verschiedene Bedeutungen zugeordnet. Es könnte auf die verkehrsgünstige Lage hindeuten. Das Wappen wurde am 21. Oktober 1996 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.  
   
  Der Dorfkern mit dem "Stein", einem großen Findling, der vermutlich früher als Gerichts- und Opferplatz diente. Der Stein zeigt Spuren der Bearbeitung, besonders deutlich eine Vertiefung an der Oberseite. Ob der Stein schon immer an dieser Stelle lag, ist nicht sicher, aber nahe liegend. Der Sage nach soll ihn ein Riese aus seinem Schuh geschüttelt haben. Wer weiß. Wahrscheinlich ist er aber doch während der letzten Eiszeit aus Skandinavien hier her gelangt. Von diesem Platz gehen Wege in alle vier Himmelsrichtungen.

Am Stein 2004

Z
ur Bundesstraße 1, die Braunschweig mit Magdeburg verbindet, sind es in südlicher Richtung ca. 3 km. Die Anschlußstelle Irxleben (67) der Bundesautobahn 2 ist ca. 2 km entfernt. Hermsdorf ist an das Netz der Ohrebus Verkehrsgesellschaft mbH angeschlossen und somit relativ gut erreichbar. Fahrplanauskunft INSA. Einen Eisenbahnanschluß hat Hermsdorf nie besessen. Die Bahnstecke Magdeburg-Braunschweig mit dem nächstgelegenen Bahnhof Niederndodeleben verläuft etwa sieben Kilometer südlich in Ost-West-Richtung. Eine weitere Bahnstrecke in der näheren Umgebung (Haldensleben–Eilsleben mit Halt fünf Kilometer westlich bei Schackensleben) wurde am 22. Dezember 2000 stillgelegt. Der Verlauf der Strecke war auffallend kurvenreich, da sie vorrangig die damals bestehenden Zuckerfabriken bedienen sollte. An vielen Stellen finden sich noch Reste und Hinweise auf die Stecke. Zum Mittellandkanal sind es in nördlicher Richtung etwa acht Kilometer.

In den vergangenen Jahren sind ein Einkaufszentrum (Elbepark) und mehrere Wohngebiete (Alte Mühle, Lindenplatz, Gersdorfer Straße) entstanden. Einige Unternehmen haben sich am Ort und in zwei Gewerbegebieten angesiedelt.

Hermsdorf verfügt über die Börde-Grundschule, einen Kindergarten, einen Zahn- und einen Allgemeinarzt, eine Apotheke (im Einkaufszentrum), eine Freiwillige Feuerwehr, einen Sportplatz, mehrere Vereine (Förderverein "Kirche Hermsdorf" e.V., Sport, Kleingarten, Skat), eine Jagdgenossenschaft, aber leider über keine Gaststätte mehr.

Blick in Richtung Gersdorfer Straße Oktober 2007

 
     
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  Statistische Daten
Höhe: durchschnittlich ca. 130 m (Wohngebiet Gersdorfer Straße teilweise deutlich weniger)
Höchster Punkt 138 m ü. NN
Koordinaten: 52.11° Nord, 11.29° Ost
Fläche: 7,55 km²
Einwohner: ca. 1.600
Einwohnerdichte: ca. 220 Einwohner/km²

Postleitzahl: 39326 (1965 bis 1993: 3211)
Telefon-Vorwahl: 039206
Kfz-Kennzeichen: zunächst WMS (Landkreis Wolmirstedt), dann OK (Ohrekreis),
seit 01.11.2007 BK (Landkreis Börde). Inzwischen können wir uns fast Alles kaufen.
 
     
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Nordöstlich von Hermsdorf fällt die Hochfläche der Magdeburger Börde, die Hohe Börde, mit einem markanten Steilhang in die Niedere Börde ab. Hermsdorf liegt direkt an der größten Einbuchtung des Randes der Hohen Börde, dem Gersdorfer Kessel. Zwischen Hermsdorf und Gersdorf fällt das Gelände auf knapp 3 Kilometern rund 70 Meter ab. Wegen seiner Schönheit und landschaftlichen Besonderheit wurde dieses Gebiet zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
 
Die Hohe Börde gab ihren Namen der Einheitsgemeinde Hohe Börde, die am 1. Januar 2010 aus der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Börde mit den Gemeinden Ackendorf, Bebertal, Eichenbarleben, Groß Santersleben, Hermsdorf, Hohenwarsleben, Irxleben, Niederndodeleben, Nordgermersleben, Ochtmersleben, Schackensleben und Wellen gebildet wurde. Die Gemeinden Bornstedt und Rottmersleben, die sich gegen die Eingemeindung aussprachen, wurden zunächst durch die Einheitsgemeinde Hohe Börde mit verwaltet, per 1. September 2010 dann der Einheitsgemeinde zwangszugeordnet. | mehr
   

Die Lage über der tiefer liegenden, vor rund 500.000 Jahren entstandenen eiszeitlichen Flutrinne bietet in östlicher Richtung einen Panoramablick von der riesigen Abraumhalde des Kaliwerkes in Zielitz über Wolmirstedt und den Magdeburger Norden. Nach Westen ist die Magdeburger/Halberstädter Börde und bei guter Sicht am Horizont der Brocken, mit 1142 m über n.N. die höchste Erhebung des Harzes, zu erkennen.

Blick Richtung Norden in den Gersdorfer Kessel 2004

   
Blick Richtung Osten (nördliches Magdeburg) in den Gersdorfer Kessel Oktober 2007

Das Landschaftsschutzgebiet mit seinen von alten Baumreihen, naturnahen Gehölzen, Kleingewässern und noch vereinzelt existierenden Trockenrasenflächen unterbrochenen Äckern bietet sich für Wanderungen und Radtouren in reizvoller Umgebung an. Der Nordost-Rand der Hohen Börde wird durch mehrere in der Eiszeit entstandene, meist bewaldete Erhebungen geprägt.
  Einige seien hier genannt:
Großer Wartberg - mit 146 m höchste Erhebung der Magdeburger Börde westlich von Magdeburg an der Straße zwischen Irxleben und Niederndodeleben mit der 1910 erbauten Bismarkwarte. Zu Zeiten der DDR befanden sich auf dem Berg Funkanlagen der sowjetischen Armee und eine Müllkippe. 1993 gründete sich der Verein „Naturfreunde Wartberg“, der die Spuren der früheren militärischen Nutzung weitgehend beseitigte und die Müllkippe sanierte. Inzwischen ist der Berg ein schönes Ausflugsziel.

Großer Wartberg mit Bismarkwarte 2006 Quelle: Wikipedia
   
Drömseberg - 135 m hoch und Teufelsberg - 121m, zwischen Hermsdorf und Gutenswegen am Gersdorfer Kessel gelegen. Archäologische Funde belegen die Bedeutung des Gersdorfer Kessels in der vorchristlichen Zeit als Kult- und Opferstätte. Am Teufelsberg liefen früher mehrere wichtige Wege zusammen. Am Dröms, einer südlich des Drömseberges gelegenen Quelle, befand sich ein bearbeiteter Findling, der allerdings gesprengt und als Baumaterial verarbeitet wurde. Seine Lage war so, daß man Handlungen an ihm von den an drei Seiten ansteigenden Hängen wie in einem Naturtheater verfolgen konnte. Flurnamen wie Kreuzhoch, Markwuhne oder Heiliger Stieg verweisen ebenfalls auf eine religiöse Bedeutung des Gersdorfer Kessels
   
Felsenberg - nahe der Straße zwischen Hohen- und Dahlenwarsleben, 107 m über NN. Im Mittelalter wurden hier, auf dem sogenannten Billingshoch, Gerichtstage der Grafschaft Wolmirstedt abgehalten. Der Felsenberg -früher auch Feltzenberg nach einem mittelalterlichen Gutsbesitzer Feltz- wurde Mitte des 19. Jahrhunderts wegen der schwierigen Bewirtschaftbarkeit aufgeforstet. Etwa 1875 wurden ein Fachwerkhaus mit Fremdenzimmern und Gaststätte sowie einer Gärtnerei erbaut. In der DDR wurde das Gebäude als Jugendherberge genutzt. Um 1960 eröffnete im ehemaligen Tanzsaal eine Gaststätte, die bis 1989/1990 Bestand hatte. Der letzte Pächter verließ das Anwesen im Jahr 2000. Am 12. März 2002 wurde es bei einem Brand völlig zerstört. Seine Blüte aus Ausflugsziel erlebte der Felsenberg Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, ist heute jedoch in wenig sehenswertem Zustand.

Historische Postkarte vermutlich um 1900
 
     
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  Die Landschaft im südlichen Teil der Niederen Börde mit den Ortschaften Groß Ammensleben, Klein Ammensleben, Gutenswegen und Dahlenwarsleben wird durch den Übergang von der Hohen Börde zum Urstromtal der Elbe geprägt. Die Ortschaften Vahldorf, Meseberg, Samswegen und Jersleben befinden sich links und rechts des Flüßchens Ohre, welches dem ehemaligen Ohrekreis den Namen gab. In Richtung Norden geht hier die Börde in die Colbitz/Letzlinger Heide über.

Die Einheitsgemeinde Niedere Börde entstand am 1. Januar 2004 aus den Gemeinden Dahlenwarsleben, Groß Ammensleben, Gutenswegen, Jersleben, Klein Ammensleben, Meseberg, Samswegen und Vahldorf. Im Jahr 2008 war kurzzeitig der Anschluß Hermsdorfs an die Einheitsgemeinde Niedere Börde angedacht ... mehr

Wappen der Einheitsgemeinde Niedere Börde

Hauptamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde mit rund 7280 Einwohnern (Juni 2010) ist Frau Erika Tholotowsky. Sie wurde bei der (nach einer dort am 20. März 2011 stattfindenden Kommunalwahl) notwendigen Stichwahl am 3. April 2011 wiedergewählt. Der am 7. Juni 2009 gewählte Gemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern, neben der Bürgermeisterin gibt es 11 Sitze für die CDU, 5 für die FWG, 2 für die SPD und je einen für Die Linke und die FDP. Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich in Groß Ammensleben. Alle sieben weiteren Ortschaften liegen sternförmig in einem Radius von maximal fünf Kilometern um Groß Ammensleben.

Quelle: www.niedere-boerde.de, Stand 3. April 2011
 
     
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Die fruchtbare Magdeburger Börde bildet die zentrale Landschaft des Landes Sachsen-Anhalt innerhalb der Region Elbe-Börde-Heide. Ihre Grenzen kann man meistens nicht mit einer markanten Linie beschreiben. Lediglich im Westen ist die Grenze zu Niedersachsen scharf. Im Nordwesten liegt der Naturpark Drömling bei Oebisfelde. Nach Norden geht die Börde bei der Kreisstadt Haldensleben in die ebenfalls zu Sachsen-Anhalt gehörende Altmark über. Die Grenze wird oft mit der Ohre oder der Colbitz-Letzlinger Heide angegeben. Allerdings gehört der südlich der Ohre gelegene Flechtinger Höhenzug nur bedingt zur Magdeburger Börde. Die östliche Grenze wird meist mit der Elbe gezogen; jedoch zählen sich einige Dörfer östlich von Magdeburg auch noch der Börde zugehörig. Im Südosten geht die Börde in die Flußlandschaft des Biosphärenreservates Mittlere Elbe über. Auch der Übergang in das südlich gelegene Mansfelder Land ist nicht markant ausgeprägt. Im Südenwesten befindet sich der Harz, wobei das unmittelbare Harzvorland zum Teil auch aus der Börde ausgegliedert wird.

Hermsdorf vom Gersdorfer Kessel 2004

Durch die Magdeburger Börde fließen die Flüsse Aller, Bode, Ohre und Saale. Die heute waldarme Landschaft ist flach-gewellt und besteht überwiegend aus unverfestigtem Moränenmaterial der Saaleeiszeit. Vereinzelt tritt auch älteres Festgestein zu Tage. Großflächig überlagert eine aufgewehte Lößdecke die älteren Fest- und Lockergesteine.

Sie besitzt fruchtbare Böden (teilweise Schwarzerde), auf denen vor allem Zuckerrüben- und Weizenanbau betrieben wird. 1934 erhielt der Boden in der Gemeinde Eickendorf die höchste Bodenwertzahl und gilt als Vergleichsbasis für Deutschlands Böden. Der intensive Ackerbau hat allerdings zu relativer Waldarmut geführt, da der fruchtbare Boden selbst in Hanglagen genutzt wird.

Die Magdeburger Börde liegt im Regenschatten des Harzes und ist daher eine der trockensten Gegenden Deutschlands (unter 500 mm Niederschlag/Jahr), allerdings nicht die wärmste (Jahresdurchschnittstemperatur für Hermsdorf um 9°C) oder Sonnenschein-reichste.

In der Magdeburger Börde wird oft noch Bördeplatt, ein elbostfälischer Dialekt des Niederdeutschen, gesprochen oder doch zumindest verstanden.

Einige Beispiele:
tweite (zweite), Katte (Katze), bruke (brauche), jifft (gibt), meue (müde), teum (warten), Bollen (Zwiebeln), eworrn (geworden), ehulpen (geholfen). Oppen Dorpe häbm de mehrsten Lüe en Gaarn. (Auf dem Dorf haben die meisten Leute einen Garten.)

Einige Sprichworte:
Ne Schuufkarre vull Glück hülpt better wie'n Wagen vull Vorrstand.
De Düwel schitt allewiele oppen gröttsten Haupen.
Jedet Unglück söcht sien Brauder.
Krankheit kümmt to Pärd un geiht te Faute.
Up de Welt un von de Welt, dat kost Jeld.
Sönndags hinkt keen Jung.
Watt de Mudder bet an't Hartz geiht, geiht den Vader nich mal bet an't Knie.

Börde-Tracht Briefmarke DDR
1966

 
     
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  Bodenschätzung. Ab 1934 gingen die 22,5 Hektar Acker der Witwe Haberhauffe aus Eickendorf in die Geschichte ein. Denn damals wurde in der Gegend mit dem besten Boden, der Magdeburger Börde, ein Ort gesucht, der auch ökonomisch beste Bedingungen bot. Die Gemeide Eickendorf hatte befestigte Straßen und einen Bahnhof. Dort suchte man einen Hof, dessen Ackerflächen nicht weiter als einen Kilometer entfernt waren und dessen Ausstattung dem Durchschnitt entsprach.

Gedenktafel in Eickendorf

Der "Reichsspitzenbetrieb der deutschen Landwirtschaft", ein Gemüseanbaubetrieb, war gefunden. Mit einem Klimazuschlag von vier Punkten wurde letztendlich die Ackerzahl 104 für die Wirtschaftlichkeit des Bodens festgelegt. Seitdem muß sich jeder andere Acker mit dem Eickendorfer Boden messen. Heute erinnert eine Gedenktafel an das historische Ereignis.
 
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  Preußischer optischer Telegraf. Der Preußische optische Telegraf war ein zwischen den Jahren 1832 und 1849 bestehendes telegrafisches Kommunikationssystem zwischen Berlin und der Rheinprovinz, das behörrdliche und militärische Nachrichten mittels optischer Signale über eine Distanz von fast 550 Kilometern übermitteln konnte. Die Telegrafenlinie bestand aus bis zu 62 Telegrafenstationen, die mit Signalmasten ausgestattet waren, an denen jeweils sechs mit Seilzügen zu bedienende Telegrafenarme angebracht waren. Es wurde kein Wert auf den Anschluss von Städten an die Telegrafenlinie gelegt, daher wurden viele Stationen außerhalb von Ortschaften, an auf gute Fernsicht hin ausgewählten Punkten errichtet. Die Stationen waren in der Regel mit zwei Telegrafisten besetzt, die auch mit ihren Familien in dem Wohngebäude lebten. Die Grundstücke waren so bemessen, daß die Familien sich selbst versorgen konnten.

Station 14 auf der Johanniskirche in Magdeburg Bildquelle Wikipedia

Die Telegrafenstationen waren mit Fernrohren ausgerüstet, mit denen Telegrafisten speziell codierte Informationen von einer signalisierenden Station ablasen und sie unmittelbar an die jeweils folgende weitergaben. Drei telegrafische Expeditionen (Versandabteilungen) in Berlin, Köln (ab 1836) und Koblenz ermöglichten die Aufnahme, Chiffrierung, Dechiffrierung und Ausgabe von Staatsdepeschen. Die Anlage wurde durch die Einführung der elektrischen Telegrafie überflüssig.

Ehemalige Telegrafenstationen nahe Hermsdorf
Station und Zustand Standort und Relation zu Hermsdorf Bemerkungen
Station 14
(existiert nicht mehr)
Auf der Johanniskirche in der damaligen Jacob- heute Jakobstraße in Magdeburg (Bild), ca. 15 Kilometer südöstlich von Hermsdorf Die Johanniskirche wurde bei mehreren anglo-amerikanischen Bombenangriffen, zuletzt am 16. Januar 1945, schwer beschädigt. Es blieben lediglich die Außenmauern und Reste der Türme stehen. Wieder aufgebaut wird sie als Festsaal und Konzerthalle genutzt. Seit 2010 gibt eine Infotafel an der Johanniskirche Auskunft über die Station 14 der Königlich-Preußischen Telegrafenlinie.
Station 15
(existiert nicht mehr)
Auf dem 135 Meter hohen Fuchsberg südwestlich von Hohendodeleben, ca. 10 Kilometer südlich von Hermsdorf. "Sie korrespondiert mit denen zu Magdeburg und Ampfurth"
Station 16
(besteht noch)
Auf dem Renaissanceschloß Ampfurth, ca. 25 Kilometer südwestlich von Hermsdorf Die Station ist nicht öffenlich zugänglich. (Januar 2012)



Übersichtskarte

Quelle: Wikipedia
 
     
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  Wie ging es vor über 30 Jahren beim Schlachtefest in einem Bördedorf zu?

Schon über ein Jahr hatte damals die Oma, sie war Jahrgang 1885, das Ferkel im Stall mit Kartoffeln, Brot, Essensresten usw. gefüttert. Das ließ sie sich auch im hohen Alter nicht nehmen.

Dann wurde der Schlachtetag im Dezember geplant. Der Fleischer und der Trichinen-Beschauer wurden bestellt; Gewürze, zusätzliche Wurstdärme gekauft und die Gläser sauber gewaschen. Die Wurstpresse, Fleischwolf und die Holzmollen (Wannen zur kurzfristigen Aufbewahrung des Geschlachteten) wurden ausgeliehen.

Am Schlachtetag ging es dann beizeiten am Morgen los. Bei der Begrüßung fragte der Fleischer die Frauen, ob alles in Ordnung sei!?! Danach ging er in den Stall, band dem Schwein einen Strick um den Hals und holte es heraus. Das Schwein quiekte wie am Spieß, obwohl es doch nichts wissen konnte. Dann war plötzlich Ruhe, … wenn der Fleischer richtig getroffen hatte. Eine wichtige Aufgabe war es jetzt, das Blut zu rühren, damit es nicht klumpig wurde. Auch das hat immer die Oma gemacht. Später wurde das Schwein auf eine Bank gelegt, mit heißem Wasser übergossen. Mit einem glockenähnlichen Werkzeug wurden die Borsten abgeschabt. Dabei mußte man aufpassen, da das Rückenleder noch verkauft werden sollte.

Wenn alles sauber war, kam das Schwein mit den Hinterläufen an einen Holzbalken und wurde in der Waschküche aufgehängt. Jetzt kam ein alter Spruch zur Geltung: "Wenn das Schwein am Haken hängt, dann wird einer eingeschenkt!" Eine Runde Schnaps! Es sollte nicht die Letzte sein.

Danach zerlegte der Fleischer das Schwein fachgerecht. Die Einzelstücke kamen in die Holzmollen. Die Hausfrau bestimmte jetzt, was sie alles haben wollte. Danach wurde alles zurechtgeschnitten - Schinken, Kotelett, Stichfleisch, Braten usw. Schließlich gab es Frühstück. So gestärkt wurde dann Schwarten-, Leber- und Blutwurst hergestellt, in Därme gepresst und in den Waschkessel gegeben, wo schon Stichfleisch und andere leckere Sachen vor sich hin köchelten. Ein Teil der Wurst wurde auch in Gläser gefüllt. Die Bratwurst und der Schinken kamen am nächsten Tag zum Räuchern. Sehr beliebt war auch Pottsuse – ein Brotaufstrich aus Fleisch, Schmalz und Gewürzen.

Die Wurstsuppe hat auch immer gut geschmeckt und wurde mit der Nachbarschaft geteilt. Nachdem der Fleischer mit seiner Arbeit fertig war, hatten die Frauen noch immer keinen Feierabend. Die Gläser mußten eingekocht werden und überall war es fettig.
Leider schlachten wir schon viele Jahre nicht mehr, aber ich erinnere mich gern daran.

© Heinz-Christian Glöckner

 
     
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  Landkreis Börde

Mit dem Zusammenschluss von Ohre- und Bördekreis im Westen des Bundeslandes entstand einer der größten und wirtschaftlich stärksten Kreise Sachsen-Anhalts mit relativ geringer Arbeitslosenquote. Der Landkreis Börde mit seinen kleinen Städten und großen Döfern mit oft mehr als 1.000 Einwohnern ist fast so groß wie das Saarland.

Fakten: Einwohnerzahl: 187.833, Fläche: 2366 km²
Siedlungsdichte: 79 Einwohner je km² (Durchschnitt in Sachsen-Anhalt: 119)
Kreisstadt: Haldensleben (19.700 Einwohner)
Weitere Städte: Oschersleben (17.600 Einwohner), Wolmirstedt (10.500 Einwohner)
Anzahl der Gemeinden: 117

Höchster Punkt: Heidberg bei Sommerschenburg (211 m über NN)
Tiefster Punkt: bei Mahlwinkel (38,5 m über NN)
Nödlichster Ort: Oebisfelde-Wassensdorf
Südlichster Ort: Gröningen-Dalldorf
Westlichster Ort: Ohrsleben (zu Hötensleben)
östlichster Ort: Bertingen

 
     
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  Wappen des Landkreises Börde Das Hauptmotiv von Kreiswappen und Kreisflagge bildet der Hornhausener Reiter. Als Vorlage diente eine Steinplatte mit der bildlichen Darstellung eines Reiters, welche auf das achte Jahrhundert datiert wird. Das Original befindet sich heute im Besitz des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Saale), eine Kopie wurde in die Südwand des Turmes der Hornhäuser St. Stephanuskirche eigelassen. Der Hornhäuser Reiterstein wurde 1874 beim Pflügen eines Ackergrundstücks in der Nähe der Gemeinde Hornhausen gefunden. Die Finder der Steinplatte, die Bauern Friedrich und Christoph Dietrich, nutzten den Stein als Eingangsplatte zu ihrem Kuhstall. Erst 1912 erfuhr die Fachwelt von diesem Bildstein und das Museum Halle begann 1913 mit systematischen Grabungen. In deren Verlauf wurden in den Jahren 1923-1925 insgesamt 63 Gräber entdeckt. Der Stein stellt vermutlich einen fränkischen Krieger des 7. Jahrhunderts dar. Im Mittelfeld ist der Reiter mit Helm, Schild, Schwert und Flügellanze abgebildet. Darunter ist eine Schlange mäanderartig angeordnet, über die das Pferd hinwegschreitet. Darunter sind wiederum zwei verflochtene Tiere dargestellt. über dem Reiter befindet sich ein waagrechtes Flechtband.  
     
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  Die Bundesstraße 1 folgt in großen Teilen dem Verlauf einer alten Handelsroute, die von der belgischen Nordseeküste beim früheren Hafen Brügge bis in die russische Stadt Nowgorod führte. Auf dieser Route wurde schon vor 2000 Jahren Handel getrieben. Die in damaliger Zeit wichtigen Handelsgüter, wie Salz und Ackerbauprodukte bestimmten den Verlauf der Straße mit. Um das Jahr 1000 entwickelte sich die Straße zur „Via Regia“, der ottonischen Königsstraße von Aachen nach Magdeburg.

Am 17. Januar 1932 wurden zur Verbesserung der Orientierung im Deutschen Reich die wichtigsten Fernstraßen nummeriert. Seit 1934 kennzeichnet die noch heute für die Bundesstraßen verwendete gelbe Nummerntafel mit schwarzer Schrift diese Straßen.

Die Reichsstraße 1 (kurz R 1) im Netz der Reichsstraßen führte über 1392 Kilometer von Aachen über Jülich, Düsseldorf, Essen, Bochum, Dortmund, Soest, Paderborn, Hameln, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Potsdam, Berlin, Altlandsberg, Küstrin, Landsberg (Warthe), Konitz, Dirschau, Elbing, Braunsberg, Königsberg, Insterburg und Gumbinnen bis nach Eydtkuhnen an der damaligen deutsch-litauischen Grenze. Sie war die längste je existierende deutsche Straße.

Das Reichsstraßennetz und somit auch die R 1 gründete sich auf die in den zwei Jahrhunderten zuvor geschaffenen Pflasterstraßen, genannt Chausseen. Im Jahr 1824 war der Straßenbau zwischen Berlin und Magdeburg vollendet. Seit 1828 führte die Straße bis Königsberg. Ab 1831 wurde der Bau in Richtung Insterburg fortgesetzt und 1835 bis zum östlichen Ende bei Gumbinnen vollendet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das System der Reichsstraßen-Nummerierung beibehalten. Nach Bildung der Bundesrepublik (einschließlich West-Berlin) erhielten die westdeutschen Straßen allerdings ein „B“ für Bundesstraße vor ihrer Nummer, wogegen die DDR das alte „R“ durch ein „F“ für Fernverkehrsstraße ersetzte. Aus der R 1 von Aachen bis Ostpreußen wurde so im Westen die B 1 von Aachen bis Helmstedt, und in der DDR die F 1 von Morsleben bis zur Grenze Potsdam/West-Berlin und anschließend vom Potsdamer Platz in Ost-Berlin bis Kietz. Das alte Nummernsystem wurde aber auch in der DDR beibehalten, sodaß nach 1989 aus den F-Straßen einfach B-Straßen werden konnten.

Quelle: Wikipedia
 
     
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Hermsdorfer Geschichte. Hermsdorf wurde am 18. Oktober 1121 erstmals urkundlich erwähnt. Das bedeutet, 2021 können wir das 900-jährige Ortsjubiläum feiern. Jedoch wurde das Gebiet der Hohen Börde, wie archäologische Funde belegen, schon in der Jungsteinzeit (5500-1800 v.Chr.) besiedelt.

Vor etwa 2000 Jahren lebten in unserer Region Cherusker, ein germanischer Volksstamm, die auf fruchtbarem Schwarzerdeboden alte Getreidearten wie Einkorn oder Emmer anbauten. Während der Völkerwanderung (um 400) wurden sie von Thüringern verdrängt. Um 550 eroberten die Sachsen das "Thüringer Reich". Während bis dahin die Namen der entstehenden Siedlungen häufig auf "leben" endeten, trugen die danach entstehenden Orte meist "dorf" im Namen.

Börde-typischer Torbogen Oktober 2007

Unter der Regierung von Karl dem Großen (768-814) kam es im Kampf gegen die Sachsen zur größten Ausdehnung Frankens und zur Christianisierung der Gegend. Der bis heute in den Bördedörfern sehr verbreitete Vierseitenhof (mitteldeutsch-fränkische Bauernhof) zeugt ebenso vom fränkischen Einfluß. Dabei steht das Wohnhaus, meist mit Torbogen (dessen Größe Wohlstand symbolisieren soll), flankiert von Stallgebäuden an der Straße. Abgeschlossen wird der Hof von der gegenüberliegenden Scheune, meist mit Durchfahrtsmöglichkeit. Im Gegensatz dazu ist das sächsische Bauernhaus in unserer Region kaum zu sehen.

Unter Otto dem Großen entstand um 970 das Erzbistum Magdeburg als Vorposten des ostfränkisch-deutschen Reichs gegen die Slawen. Schon zu dieser Zeit dürfte es Hermsdorf gegeben haben, denn es hat wohl zu den Gütern des 983 zerstörten Klosters in Kalbe/Milde gehört.

Bei der ersten urkundlichen Erwähnung Hermsdorfs 1121 werden 18 Höfe mit 19 Hufen (altes Flächenmaß - etwa die Fläche, welche eine bäuerliche Familie bewirtschaften konnte) in Heregrimestorp an das Augustinermönchkloster St. Lorenz in Schöningen übertragen. Durch Bischof Rudolf wird dieser Besitzstand 1137 bestätigt. Das Kloster erhielt 1151 elf weitere Hufen mit Höfen sowie das Patronat über die Kirche in Heregrimethorp. Schon 1289 verkaufte das Kloster Teile seiner Güter in Hermenestorp an das Erzstift Magdeburg. Im Jahr 1311 wurden weitere Besitzungen und das Kirchen-Patronat in Hergrimestorp an die Herren von Alvensleben verkauft. Die Variation des Ortsnamens in den Urkunden ist auffallend, aus dem Zusammenhang mit Nachbarorten ist jedoch erkennbar, das es sich immer um Hermsdorf handelt. Zumal noch weitere Namensvariationen in verschiedenen Erwähnungen auftauchen, so 1220 Hogremestorp, 1240 Hergerimmestorp, 1260 Hymerikesdorp, 1273 Hermerkestorp, 1400 Hermpstorp, 1564 Hermsbstorff, 1785 Hermsdorf. Um 1250 nannte sich ein vermutlich aus Hermsdorf nach Neuhaldensleben verzogener Bürger von Hergerenstorp. Der Name unseres Ortes dürfte sich vom Namen Hergrimm ableiten.

Nödlich der Gemarkung Hermsdorf liegt die Wüstung Helmsdorf, eine ehemals hufeisenfömige Siedlung. Das Dorf wird bis 1300 urkundlich erwähnt. Der Hermsdorfer Pfarrchronik ist zu entnehmen, daß der Ort während der Pest 1349, die auch Hermsdorf heimsuchte, verlassen wurde. In der Landfriedensurkunde von 1363 wird der Ort nicht mehr erwähnt.

Die Kirchstraße in westlicher Richtung, Oktober 2007

Während des Mittelalters bestand Lehnspflicht zu verschiedenen Klöstern, wie Magdeburg, Halberstadt und Schöningen. Die Gerichtsbarkeit in Hermsdorf lag von 1351 bis 1810 beim Domkapitel in Magdeburg.

Um 1555 wechselten die Hermsdorfer offenbar ohne ausdrückliche Zustimmung des Kirchenpatrons zum evangelischen Glauben. Der 1534 in Wittenberg ordinierte Pfarrer Joachim Buchholtz trat seinen Dienst in Hermsdorf an.

Anfangs des Dreißjährigen Krieges (1618-1648) wird ein Pfarrer Cunow erwähnt, der mit der gesamten Gemeinde nach Neuhaldensleben flüchtete. Im Jahr 1650 wird erstmals von Schulunterricht in Hermsdorf berichtet, fünf Knaben lernen beim Schulmeister und Kantor Hermann Kleve aus Halberstadt Lesen, Evangelium und Katechismus. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gehörte Hermsdorf ab 1680 zum Kurfürstentum Brandenburg, das 1701 zum Königreich Preußen erhoben wurde.

Um 1680 hatte Hermsdorf 23 Häuser, 70einhalb Hufen Acker, 118 Rinder, 43 Pferde und 283 Schafe. Seit dem Mittelalter war die Gegend ein Getreideüberschußgebiet. Es wurde überwiegend Gerste angebaut.

Altes Wappen an einen Haus in der Mittelstraße

Zur Zeit der französischen Besetzung (1807-1815) war unsere Region Teil des Königreichs Westfalen. Nach dem Wiener Kongreß 1816 wurde in der preußischen Provinz Sachsen der Regierungsbezirk Magdeburg gebildet.

Die Separation (Flurbereinigung) wurde in Hermsdorf 1852 abgeschlossen. Zur gleichen Zeit verschwanden die letzten, an Hängen gelegenen Waldbestände und machten Platz für den Zuckerrübenanbau. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Hermsdorf nachhaltig. Erstmals wurden die Straßen befestigt. Es entstanden aufgrund der guten Ertragsbedingungen für die Landwirtschaft zahlreiche neue Gebäude mit großen Scheunen und Stallungen, die zum Teil heute noch das Bild des Dorfkerns prägen. Etliche Handwerks- und Gewerbebetriebe, wie eine Stellmacherei, eine Molkerei und eine Ziegelei, entstanden.

Die Ziegelei Meißner bestand von 1878 bis 1923 nordwestlich Hermsdorfs zwischen Donnersberg (Ziegeleiberg) und Ochsenkopf. Sie wechselte mehrfach den Besitzer. Nach 1920 kaufte Walter Truckenbrodt die Ziegelei. Nach Ihrer Stilllegung wurde sie durch eine Firma Voß abgerissen. Das Gelände diente dann als Müllabladeplatz und wurde ab 1955 mit Pappeln aufgeforstet.

Um 1900 kamen erstmals Dampfpflüge zum Einsatz.

Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Hermsdorfer
undatiert und Oktober 2007

Nach dem Ersten Weltkrieg stagnierte die Ortsentwicklung. Neue Gebäude wurden kaum noch errichtet.

 
     
  Landwirt im benachbarten Irxleben bei der Feldarbeit undatiert, ca. 1930

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand von 1945-1952 schon einmal, wenn auch nicht ganz in den heutigen Grenzen, das Land Sachsen-Anhalt mit der Landeshauptstadt Halle. Anschließend, in der DDR, gehörte Hermsdorf zum Kreis Wolmirstedt im Bezirk Magdeburg. Nach 1945 wurden in Hermsdorf im Zuge der Bodenreform einige Bauern enteignet. Ihr Besitz wurde aufgeteilt. Zu dieser Zeit entstanden mehrere Neubauernhäuser.
 
   
  Einladung zur 20-Jahr-Feier der LPG 1972

Ab 1952 wurden mit der Kollektivierung der Landwirtschaft die Stallanlagen an der Neuen Straße und einige Höfe in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) "Neuer Weg" Hermsdorf integriert. In einem ehemaligen Großbauerngehöft in der Kirchstaße wurde die Schule eingerichtet.


Bis zum Ende der DDR 1990 war Hermsdorf eine von Landwirtschaft geprägte Gemeinde mit rund 500 Einwohnern. Seither entwickelte und veränderte sich Hermsdorf umfassend. Landwirtschaftliche Betriebe existieren in Hermsdorf heute nicht mehr. Die Ackerflächen werden von auswärtigen Betrieben bewirtschaftet.

Verwaltungstechnisch hat Hermsdorf seit 1990 eine rasante Entwicklung erlebt. Zunächst gehörte die Gemeinde nach Beitritt der DDR zur BRD zum Landkreis Wolmirstedt, nach dessen Zusammenschluß mit dem Landkreis Haldensleben zum neuen Landkreis Ohrekreis im Bundesland Sachsen-Anhalt. Durch die Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 wurde der Landkreis Ohrekreis mit dem Landkreis Bördekreis zum neuen Landkreis Börde zusammengelegt. Hört sich kompliziert an - war es vielleicht auch.

Von 1994 bis zum 31. Dezember 2009 war Hermsdorf eine eigenständige Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hohe Börde, in welche am 20. September 2004 die VG Nördliche Börde eingegliedert wurde, und ist nun ein Teil der Einheitsgemeinde Hohe Börde. Siehe auch Bürgeranhörung 2008. Heute ist Hermsdorf ...

Wappen Sachsen-Anhalt
 
     
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  Hermsdorfer Persönlichkeiten

Erich Truckenbrodt

* 1. Februar 1917 in Hermsdorf - † 21. Dezember 2009
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Magdeburg und einem Studium der Luftfahrttechnik an der TH Braunschweig war er in der deutschen und französischen Luftfahrtindustrie tätig und leistete wichtige Beiträge zu potentialtheoretischen Berechnungsverfahren für den aerodynamischen Entwurf. Für seine Leistungen wurden ihm unter anderem der Bayrische Verdienstorden, die Ehrendoktorwürde der RWTH Aachen sowie die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DLG) verliehen.

Quelle: TU München, Foto: privat
 
     
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  Börde-Maler August Bratfisch
* 24. Februar 1883 in Metz (Frankreich) - † 1. November 1960 in Wanzleben
Er war ab etwa 1897 bei der Eisenbahn tätig. Nebenberuflich, vermutlich in Montigny, absolvierte er bis 1918 eine Ausbildung im Bereich von Malerei und Grafik. Mit Ende des 1. Weltkrieges wurde er in das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Magdeburg-Salbke versetzt, wo er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1948 als Werkschreiber tätig war. Ende der 1930er Jahre lebte er laut Magdeburger Adressbuch in dem der Deutschen Reichsbahn gehörenden Wohnhaus Hallische Straße 12.

links Selbstbildnis | rechts Stillebenartige Zusammenstellung von Pflanzen und Insekten auf grünlichem dünnen Papier 1945


Er trat der in Magdeburg wirkenden spätexpressionistischen Künstlergruppe "Die Kugel" bei. Bratfisch schuf in den 1920er und 1930er Jahren zunächst Portraits, später vor allem Ölbilder von Blumen und Insekten. Im Jahr 1945 verlor Bratfisch während eines Bombenangriffs seine Wohnung und wurde nach Blumenberg evakuiert und wohnte dann in Wanzleben.

Die Magdeburger Börde prägte nun sein Schaffen. Im Ruhestand erarbeitete er einen Pflanzenatlas mit rund 300 farbigen Darstellungen wildwachsender Pflanzen. Neben Aquarellen mit Motiven der Bördelandschaft entstanden Bleistiftzeichnungen von Dörfern der Magdeburger Börde. Dieses die Magdeburger Börde, ihre Orte, Landschaften und Pflanzen dokumentierende Werk trug ihm den Beinamen Börde-Maler ein. Er war bis zu seinem Tod künstlerisch tätig. Sein umfangreicher Nachlass befindet sich im Börde-Museum Burg Ummendorf.
 
     
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  Palm Kleinau  
 

Es ist wohl der bekannteste historische Roman aus der Magdeburger Börde, die Geschichte vom Palm Kleinau, dem Bauernsohn aus Dahlenwarsleben, dem am Tag seiner Hochzeit die Braut entführt wird, und der sie dann durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges sucht.

Und sie enthält noch sehr viel mehr: Der Schwedenkönig, Tilly, der Pappenheim und der Mansfelder treten auf und kommen ums Leben. Palm Kleinau erlebt die Erstürmung Magdeburgs im Juni 1631 und die Pest in Dreileben. Und der Leser erfährt vom Brauchtum und der Lebensweise in der Börde in dieser Zeit.

August Uhle, der Pfarrer aus Irxleben, hat die Geschehnisse anrührend erzählt und zur Erstausgabe 1918 erklärt: „So mußte denn diese Geschichte niedergeschrieben werden. Sie ist nicht etwa freie Erfindung. Die in ihr vorkommenden Personen haben alle den Vorzug, wirklich gelebt zu haben. Palm Kleinaus Hof steht heute noch zu Dahlenwarsleben mit der alten Inschrift über der Toreinfahrt ‘Eine feste Burg ist unser Gott.’ Tobias Weise ist wirklich Lehrer in Dahlenwarsleben gewesen, und August von Bismarck war tatsächlich schwedischer Offizier und kämpfte mit im Gefecht bei Angern.

Auch die geschilderten Ereignisse sowie die alten Sitten und Gebräuche sind getreu nach den alten Urkunden geschildert.“ Und so ist ihm eine Geschichte gelungen, die auch 80 Jahre danach die Leser fesselt und vielleicht seinen Spuren durch die Börde folgen läßt.

Das Buch ist hier erhältlich: Dr Ziethen Verlag

 
     
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Unser Dorf ist von der Dorfform ein Haufendorf, was nicht dem typischen Bördedorf mit einer Ringstraße und Lage in einer Senke entspricht. Hermsdorf erstreckt sich langgezogen an der Abbruchkante der Hohen Börde zur Niederen Börde und dürfte ursprünglich im Bereich zwischen Stein und Dorfkirche bestanden haben. An diesem Bereich, am heutigen Bäckerberg, befindet sich eine Quelle. Damit bestanden gute Bedingungen für eine Ansiedlung.

Kirche St. Laurentius 2004

Zwischen der Kirche und dem Stein bilden die Kirch- und die Mittel-(früher Dorf-)straße einen kleinen Ring. An dessen Außenseite entstanden die ersten Häuser. Der Innenbereich diente zunächst als Anger, wurde dann im ausgehenden Mittelalter auch besiedelt. Später wurde die Mittelstraße in östlicher Richtung, damals als Osterstraße (nach der Himmelsrichtung), weiter bebaut. Kirchstraße Oktober 2007, das Haus rechts mußte inzwischen abgetragen werden

In der Mitte des 19. Jahrhunderts bildeten die Neue Straße (damals ein Ackerrandweg) nach Süden und die Irxleben Straße nach Westen die Ortsgrenze. Eine weitere Ausdehnung war wegen der guten Böden nicht denkbar. Daher kam für eine Ortserweiterung nur der Hangbereich (Post- und Grüne Straße, Pferdeschwemme/Teich) in Frage, da dessen Bodenwert geringer ist. Teichweg Oktober 2007


Entwicklung der Einwohnerzahl

Um 1363 wird die Einwohnerzahl der der Nachbarorte Hohenwarsleben und Klein Ammensleben entsprochen haben, da Hermsdorf wie diese fünf Bauern zur Landesverteidigung stellen sollte. Im Jahr 1565 wird von 28 Familien berichtet, nach dem 30jährigen Krieg um 1650 noch von 14 Familien. Die Entwicklung der Einwohnerzahl seit dem ersten verläßlichen Hinweis um 1700 kann am Diagramm nachvollzogen werden. Nachdem es im Ergebnis des Baubooms der 1990er Jahre nach der Jahrtausendwende 1669 Hermsdorfer in rund 1000 Haushalten gab, ging die Einwohnerzahl in den Folgejahren langsam zurück. Im September 2015 hatte Hermsdorf 1549 Einwohner. Von Januar 2017 zu Januar 2018 stieg die Erwohnerzahl dann wieder von 1574 auf 1600.
 
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Hermsdorf - ein Gedicht

 
 
Gedanken einer Hermsdorferin über ihr Dorf im Lauf der Zeit
ermsdorf meine Heimat im Bördeland
Bist durch deine vielen Berge und Täler bekannt.
Mitten im Dorf liegt der große Stein
man sagt, der soll vom Riesen sein.
Dieser wanderte vor vielen Jahren übers Land,
da drückte ihn im Schuh der Sand.
Er setzte sich auf den hohen Kammberg
machte Rast und fand Ruh,
hier schüttete er den Sand aus dem Schuh.
Ein Körnchen flog bis ins Dorf hinein,
da liegt er noch immer, unser „Großer Stein“.
Unsere Vorfahren pflanzten eine Linde daneben.
So hat sich das Wahrzeichen von Hermsdorf ergeben.
Die uralte Linde mußte dem Straßenbau weichen.
Doch bald wird die junge Linde ihre Höhe erreichen.
So ist die Natur, wie im Leben
dem Nachwuchs wird eine Chance gegeben.

Hier haben wir gespielt, geweint und gelacht
und unsere Kinder- und Jugendjahre verbracht.
Unsere Eltern arbeiteten beim Bauern.
Die Familien waren fast alle gleich.
Waren arm, aber kinderreich.
Fünf Kinder waren zur damaligen Zeit
wirklich keine Seltenheit.
Wir spielten auf dem Bleichberg,
haben uns unter den Gärten zusammengefunden,
Butterblumen gepflückt, Schmetterlinge gefangen,
von Gänseblümchen Kränze gebunden.

Im Mai ging es los mit dem Rüben verziehen,
von morgens bis abends immer auf den Knien.
Was waren wir stolz, unser eigenes Geld verdienten wir.
Bekamen eine Woche schulfrei und zwei Mark dafür.
Ein Aufseher hatte immer für uns die Verantwortung übernommen,
und wenn es heiß war,
haben wir auch mal eine Brause bekommen.
Das Geld konnten wir nicht behalten, das wußten wir,
doch wir kriegten neue Schuhe und Kleidung dafür.
Denn die Mutter hatte es nicht leicht,
das Geld hat vorne und hinten nicht gereicht.

Dann kam der Sommer und die Ferienzeit.
Wir wurden endlich wieder von der Schule befreit.
Wie war es doch herrlich an unserem Teich,
mit Gänsen und Enten haben wir zusammen gebadet,
und das hat uns überhaupt nicht geschadet.
Wir hatten keinen Ausschlag,
weder am Köper noch im Gesicht.
Auch Neurodermititis kannten wir nicht.
Abend um fünf kamen die Schafe, diese durstige Herde,
waren sie weg, kamen die Pferde.
Damit war es vorbei, das Wasser war grün und trübe,
wir mußten aufgeben bei aller Liebe.

Unser Spring, die gute Quell, hat nie aufgegeben,
wußte wohl damals schon „Wasser ist Leben“.
Sie rieselt noch heute froh und munter,
Tag und Nacht der Berg hinunter.
Unseren Teich erkennt man nicht wieder,
mit Schilf bewachsen und Unrat vermint.
Alter Dorfteich, hast besseres verdient.
Drum laßt uns erhalten, was die Natur bereit gestellt,
ist alles erst verkommen, kostet es viel Geld. Ob auf dem Bleichberg, am Teich oder unter den Gärten,
überall wo hin man schaut, war damals Obst angebaut.
Es änderten sich die Zeiten, wir brauchten es nicht mehr,
es kam ja genug vom Ausland her.
Unser Obst, was wir immer zur Sammelstelle brachten,
taten die Menschen nun verachten.

Doch alles ist vergänglich und bemessen,
obwohl viele Äcker und Schrebergärten brach liegen,
gehen viele Menschen zur Tafel,
das Geld reicht nicht fürs Essen.

Nun sind die Jahre vergangen,
wie im Flug verging die Zeit,
Maikäfer und Schmetterlinge gibt es nur noch sehr wenig,
und mehrere Winter hat es bei uns nicht mehr geschneit.
Seitdem hat sich vieles verändert,
unsere Urenkel können gar nicht verstehen,
daß wir keinen Computer kannten
und haben nie ferngesehen.
Auch dieser Fortschritt bleibt nie stehen
und ändert sich im Laufe der Zeit,
alles wird überholt und gehöt der Vergangenheit.
Wir wünschen euch schöne Jahre,
erhaltet die Natur und die Welt
und laßt es nicht vernichten,
dann nutzt niemandem mehr das Geld.

Nun alter Dorfteich, wer hätte das gedacht,
du bist vom Dornröschenschlaf erwacht.
Nach so vielen Jahren, so langer Zeit,
hat man dich wieder vom Unrat befreit.
Im Jahr 2008, zur Zeit der olympischen Spiele,
manche Sportler setzten sich hohe Ziele.
Auch der Hermsdorfer Rat hatte ein Ziel
das wohl allen Einwohnern gefiel.
Den Dorfkern wieder beleben
und unserem Teich ein neues Ansehen geben.

Es geht langsam voran, denn überall fehlt das Geld
und der Einbruch der Banken erschüttert die Welt.
In Zeitungen und Fernsehen es nur ein Thema gibt,
Sorge um die Ersparnisse und Bänkerprofit.

Doch unser Dorfteich liegt nun wieder wie eine Perle
am Fuße des Bleichbergs geborgen
und unser Spring, die gute Quelle,
wird dich wieder mit klarem weichem Wasser versorgen.
Enten und Gänse lassen dich in Ruhe,
die liegen nur noch in der Supermarkttruhe.
Auch die durstige Schafherde ist lange fort
und auch die Pferde gibt’s nicht mehr im Ort.

Es hat sich vieles geändert in dieser Zeit,
vieles zum Guten, doch manches zum Leid.
 
     
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  Kirche In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die evangelische Kirche St. Laurentius als Eigenkirche der Grafen von Hillersleben, damals noch mit einem Turm im romanischen Stil, an einer der höchsten Stellen im Dorf, westlich des alten Dorfkerns errichtet. Um 1151 erhielt das Augustinermönchkloster St. Lorenz in Schöningen das Patronat über die Kirche. Im Jahr 1311 wurden Besitzungen und das Kirchen-Patronat an die Herren von Alvensleben verkauft.

evangelische Kirche St. Laurentius 2004

Nach dem 30jährigen Krieg (1618-1648) waren drei der ursprünglich vier Glocken abhanden gekommen. Um 1850 wurde der Turm schiefergedeckt. Zwei neue Glocken wurden 1884 angeschafft. Die Glockenstühle wurden 1898/99 erneuert. Im ersten Weltkrieg wurde eine der Bronzeglocken als Rüstungsmaterial eingeschmolzen, über den Verbleib der zweiten ist nichts bekannt. Im Jahr 1924 wurden dann wieder zwei Glocken, diesmal aus Eisenguß, beschafft. Im Mai 2000 wurde eine neue Glocke feierlich geweiht. In diesem Zuge wurden die noch vorhandene Glocke, der Glockenstuhl sowie die Turmuhr saniert bzw. elektrifiziert. Heute ist die Kirche sicher das historisch bedeutendsde Gebäude in Hermsdorf.

Letzter Pfarrer in Hermsdorf war ab November 1945 der aus Krieg und Gefangenschaft zurück gekehrte Hermann Neuberg. Er ging 1958 nach Tanganjika in Ost-Afrika, wo er bis zu seine Tode 1965 als Missionar tätig war. Heute wird die Kirchengemeinde vom evangelischen Pfarramt Niederndodeleben betreut.
Nächster evangelischer Gottesdienst in Hermsdorf | Online-Gemeindebrief 1/2018
 
     
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  Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hermsdorf erfolgte am 1. April 1913. Vorher bestand eine Pflichtfeuerwehr mit 10 Mitgliedern, die am 18. November 1893 erstmals erwähnt wurde.

Ehemaliges Gebäude der FFw in der Irxleber Straße Oktober 2007

Stationiert ist die Feuerwehr, zu deren Einsatzgebiet die umliegenden Gemeinden, Gewerbegebiete und Bundesautobahnen gehöen, im "Schutzzentrum Hohe Börde". Bis 1994 taten dort etwa 30 hauptamtliche Feuerwehrleute ihren Dienst in Wechselschicht. Heute besitzt die Hermsdorfer Freiwillige Feuerwehr rund 50 Mitglieder, darunter etwa 30 aktive Einsatzkräfte, eine Alters- und Ehrenabteilung und eine Kinder- und Jugendfeuerwehr.
 
     
 
         
Historische Aufnahme mit
Handpritze und Wasserwagen
undatiert
  Auf einem landwirtschaftlichen
Fahrzeug
um 1950
  Mit Motorspritze TS4
um 1940
 
     
  Bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr sind Interessenten immer willkommen.  
     
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Die Kleingartensparte (heute Gartenverein) Hermsdorf wurde am 10. November 1946 von 117 Mitgliedern auf Bodenreformland gegründet. Der Boden wurde für 300 Mark je Hektar von den Mitgliedern gekauft.

Heute sind alle der nun 96 Parzellen mit Trinkwasser- und Stromanschluß versorgt.

Einige unbelegte Parzellen können Kleingarten-Interessenten zur Verfügung gestellt werden.


Urkunde 1946
 
Die Vereinsvorsitzenden:
1946 bis 1950   Balkow
1950 bis 1958   Hardt
1958 bis 1964   Sauerbrey
1964 bis 1984   Fritz Söder
1984 bis 1990   Arndt
1990 bis 2006   Frau Meyer
seit 2006   Frau Stobinski
 
Pressestimmen zum 60-
jährigen Gründungsjubiläum
der Kleingartensparte
Bildquelle Volksstimme vom
27. August 2007 bzw.
Ohr(e)wurm September 2007

2007
 
Aus der Geschichte des Gartenvereins:
1968   Jedes Mitglied ist zu 4 Arbeitsstunden bzw. der Zahlung von 1,50 Mark je Arbeitsstunde verpflichtet
1969   Große Überschwemmung in der Kleingartensparte
1977   117 Gärten, aber nur 94 Mitglieder
1978   20 Gärten werden an die KAP (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) abgegeben
1978   Erste Magdeburger Gartenfreunde werden Mitglied
1980   Aufnahme eines zinslosen Kredits von 10.000 Mark für den Bau einer Wasserleitung
1980   Jedes Mitglied ist zu 20 Arbeitsstunden bzw. der Zahlung von 5,00 Mark je Arbeitsstunde verpflichtet
1981   Baubeginn der Wasserleitung
1990   Gründung "Gartenverein e.V. 19.06.90"
Eintragung in Vereinsregister am 29. August 1994
1993   Anschluß an das Trinkwassernetz
1994   Alle Gärten haben Trinkwasseranschluß
1995   Alle Gärten haben einen Strom-Anschluß mit eigenem Zähler, in den Folgejahren werden die gemeinschaftlichen Wege saniert und teilweise mit Rasenkantensteinen versehen
2010   Jedes Mitglied ist zu 8 Arbeitsstunden verpflichtet
Die jährliche Pacht beträgt 45 Euro zuzüglich 2,50 Euro Mitgliedsbeitrag

Quelle: Gartenverein
 
     
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  Die Sportvereine aus Hermsdorf und dem Nachbarort Groß Santersleben schlossen sich 1995 zum SSV Groß Santersleben-Hermsdorf e.V. zusammen. Er hatte bis zu 380 Mitglieder in den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Volleyball und altersgerechtes Turnen und widmete sich aktiv der Förderung des Nachwuchses.

Gute Tradition waren die gemeinsam veranstalteten Dorf- und Sportfeste der Gemeinden Groß Santersleben und Hermsdorf.

Im Jahr 2009 kam es zum Bruch im SSV Groß Santersleben-Hermsdorf. In Hermsdorf wurde
der SV Blau Weiß Hermsdorf 09 gegründet, dem 2012 rund 200 Mitglieder angehören.
 
 
Nordic Walking
Dienstag 18.00 Uhr (Treff am Stein - Mittelstraße) + Freitag 9.00 Uhr (Treff Gersdorfer Str. / Teichweg)

Gymnastik
Dienstag 15.00 Uhr + Mittwoch 19.30 Uhr - (Sporthalle der Bördegrundschule)

Tischtennis
Dienstag 18.00 Uhr (Kinder bis 14 Jahre) + Donnerstag 19.00 Uhr (Erwachsene) - (Sporthalle der Bördegrundschule)

Fußballergebnisse

Laufgruppe SV Blau Weiß Hermsdorf 09

Einladung 2009
 
     
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  Hermsdorf besaß Anfang des 20. Jahrhunderts drei Gasthöfe. Die Gastwirtschaft Karl Hoffmeister,
später Gasthof "Zum Deutschen Reich" in der Mittelstraße 25, die Gastwirtschaft "Zur Linde" der Familie Klötzing
in der Mittelstraße 24 und die Gastwirtschaft "Zur Ecke" in der Gutensweger Straße 1, die bis Ende 2010 öffnete.

Im Vereinsgebäude des Sportvereins in der Gutensweger Straße 10a wurde bis Ende 2011 im "Hermsdorfer Stübchen" empfehlenswerte Gastronomie angeboten. Nach 1990 bestand in der Mittelstraße 31 die Gaststätte
"Nicoles Kneipencafe". Auch sie ist längst wieder geschlossen, so daß derzeitig leider keine Gastwirtschaft
in Hermsdorf besteht.
 
     
   
  ehemalige Gaststätten Oktober 2007  
     
  Die Fakten der vorstehenden Absätze wurden, bis auf genannte Ausnahmen, aus verschiedensten öffentlich
zugänglichen Quellen zusammengetragen. Für Ergänzungen und Hinweise auf notwendige Korrekturen bin ich dankbar.
 
     
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